Selbstverteidigungs-Ausbildertraining und-zertifizierung

Selbstverteidigungs-Ausbilderkurs

women self-defense instructor certification training

Model Mugging-Ausbilderin demonstriert Abwehrtechniken.

Wir laden qualifizierte Ausbilderkandidaten ein, Mitglied unseres Teams von Vollkraft-Kampfsportausbildern zu werden und – unter Einsatz eines mit Schutzanzug ausgerüsteten Angreifers – effektive Abwehrtechniken zu vermitteln.

Wir wollen mit Männern und Frauen zusammenarbeiten, denen es ein zentrales Anliegen ist, andere Menschen durch die Vermittlung von Selbstverteidigungs-und Sicherheitstechniken zu stärken. Die Ausbildung im Model Mugging System ist herausfordernd, macht Spaß und bringt sichtbare Erfolge.

Ein/e erfolgreiche/r Ausbilder/in ist mit dem ganzen Herzen bei der Perfektionierung seiner/ihrer Kampf- und Lehrfähigkeiten, wenn sie das Einsteigertraining und die Ausbildung absolvieren und dann die Ausbilderzertifizierung bestehen. Diese Kandidaten benötigen den inhärenten Wunsch, die kampfwissenschaftliche Methodik des Vollkraftkampfes zu studieren, einem strengen Sicherheitsprotokoll zur Vermeidung von Veretzungen im Trainingsverlauf zu folgen und dadurch den eigenen Kursteilnehmern echte Erfolge zu ermöglichen, besonders die Überwindung ihrer grundlegenden Ängste.

Gründer von Model Mugging, Matt Thomas:
Ich habe die Angriffsmuster analysiert, typischerweise gegen Frauen angewendet werden. Dann habe ich militärisches Know-how zu asymmetrischen Kampfstrategien und –taktiken mit westlicher Lerntheorie und Kampfsporttechniken zusammengebracht, um diese Angriffstaktiken effektiv abzuwehren. Frauen stehen im Risiko durch die Gefahren sexueller Übergriffe, durch Stalker und häusliche Gewalt – mir war wichtig, ihnen effektive Selbstverteidigungstechniken in einer möglichst kurzen Zeit zu vermitteln.

Mein erstes Kampfsystem war „Waisenhaus Fu“ in Japan – ohne Regeln, ohne Gnade. Später bekämpfte ich Strassenrowdies in den USA. Als ich 13 war, gewann ich in der Schule einen Kampf gegen drei rassistische Rowdies, wurde dann aber anschließend selbst für zwei Wochen vom Unterricht suspendiert. Ich hatte zwar eine Schlacht gewonnen, den Krieg aber verloren.

Glücklicherweise inspirierte mich meine Englischlehrerin, Beverly Kleinjan, dazu, mich durch akademische und sportliche Erfolge als der Bessere – im Vergleich zu den Rowdies – zu beweisen. Zudem kam ich erstmals mit echtem Kampfsport in Berührung, sodaß ich fortan kontrolliert im Dojo kämpfte anstatt auf der Strasse. Nachdem ich mit 16 meinen Schwarzgurt bekommen hatte, wurde ich auf der Strasse nicht mehr attackiert – meine Strassenkämpfe waren Vergangenheit, da die Rowdies sich von vornherein nicht mehr trauten, mich anzugehen. Ich fand Frieden durch Stärke. Das ist der Frieden, den ich meinen Schülerinnen und Schülern stets vermittelt habe.

Während meiner 52 Jahre des intensiven Studiums verschiedener Kampfsportarten hatte ich das Glück, mit bewundernswerten Lehrmeistern (Senseis) zu arbeiten und von tausenden von Mitkampfsportschülern und Mitausbildern lernen zu dürfen. Bevor ich mich also als Kampfsportausbilder zurückziehe, ist es mir wichtig, unsere Weisheit an die kommende Generation mutiger Ausbilder weiterzugeben. Wir müssen dabei auch die Anwendungsprinzipien des Kampfspors lehren, und helfen, die Fehler zu vermeiden, die wir selbst im Laufe der Jahre gemacht haben. Bei der Neuentwicklung von Trainingsmethoden setzt sich ein Ausbilder natürlich aus Risiken aus – so wurde ich 22 Mal k.o. geschlagen, bevor uns die Entwicklung eines besseren Helms gelang, so daß so etwas heute natürlich nicht mehr vorkommt.  

Wir suchen fähige Ausbilder, die bereit sind, ihren „Schüler/innen“ zu unterliegen, damit diese auf der Strasse die Oberhand behalten können. Wir suchen Mit-Ausbilder, die bereit sind, den von Joseph Campbell beschriebenen „Weg des Helden“ zu beschreiten. Alle Kampfsportschüler/innen, die zu uns kommen, befinden sich an unterschiedlichen Stationen ihres eigenen „Heldenwegs“. Als Ausbilder sind wir die „Helden“, die bereit sind, anderen den Weg in die eigene Stärke zu weisen.

Matt Thomas hat eine Vielzahl revolutionärer Konzepte der Personensicherheit und lebensverändernder Erfahrungen für Schüler/innen und Ausbilder entwickelt. Bemerkenswerterweise verringern die Model Mugging-Selbstverteidigungskurse das Risiko, angegriffen zu werden, indem sie forschungsbasierte Fähigkeiten in den Bereichen Gewaltprävention und –abwehr vermitteln. Das häufigste Feedback der Kurs-Absolventinnen lautet so auch: „Dieser Kurs hat mein Leben verändert!“

Seit das ursprüngliche vollkraft- und szenariobasierte Selbstverteidigungsprogramm 1971 an den Start ging, ist das Model Mugging-System darauf ausgerichtet, die höchste Trainingsqualität in der Entwicklung nachfolgender Ausbilder zu sichern. Wir verfügen über mehr als vier Jahrzehnte wissenschaftlich nachgewiesener Ausbildungsmethoden und –strategien.

Model Mugging™ ist eine Kampfwissenschaft und keine Kampfkunst. Es umfaßt sehr viel mehr als nur den realistischen Einsatz eines schutzbekleideten Angreifers. In seiner Zeit an der Stanford University arbeitete der Gründer von Model Mugging, Matt Thomas, mit Albert Banduras „Role Model Mastery“ (Vorbildkompetenz) zur Überwindung von Angst vor Schlangen und Flugangst und entwickelte diesen Ansatz weiter zur Überwindung der Angst vor Nahkampf. Er kombinierte im Training Dan Millmans sanften Coachingstil des Friedfertigen Kriegers (Peaceful Warrior) mit Inspiration, Freude und Humor.

Er kombinierte Ansätze aus Colin Pittenridges „Effective Animal Communication“ (effektive Kommunikation mit Tieren), Karl Pribrams „Neurophysiology of Learning“ (Neurophysiologie des Lernens) und Ernst Hilgards „State Conditioned Learning“ (Zustandskonditioniertes Lernen) mit dem Stresstraining unter Adrenalin. Dann fügte er Elemente aus Phillip Zimbardos „Cognitive Dissonance“ (Kognitive Dissonanz) zwischen dem friedfertigen Menschen und dem kämpferischen Krieger hinzu, und nutzte Klaus Benschs rigorose Anwendung der wissenschaftlichen Methode für die Anwendung in der Praxis. Er strukturierte den Kurs nach Joseph Campbell’s „The Hero’s Journey“ (Die Heldenreise).

Später, während seines Studiums an der Harvard Medical School, integrierte er David Shapiros Biofeedback-Prozess des Lernens in die Trainingsmethode. Aufbauend auf diese Forschungsarbeit leistet Model Mugging mit den Fünf Prinzipien der Selbstverteidigung© eine integrierte Kriminalanalyse zur Personensicherheit.

Ausbilderkandidaten werden in geschütztem Umfeld sorgfältig auf den richtigen und sicheren Einsatz unserer kampfwissenschaftlicher Methodiken vorbereitet. Jedes Ausbilderteam besteht aus einer Ausbilderin und zwei Ausbildern – dennoch bewerben Sie sich bitte dennoch auch einzeln, wenn Sie derzeit nicht als Team aufgestellt sind.

Ausbilder-Testimonial des Model Mugging-Präsidenten:

Seit den 1980ern entstanden vielfach Nachmacherprogramme in denen die Realitätsnähe teilweise verloren ging, nicht ausreichend auf Sicherheit geachtet wurde und die Inhalte verwässerten. Ich war einer von denen, die von jemandem gelernt hatten, der es von jemandem gelernt hatte, den jemand anders ausgebildet hatte usw. Als der Gründer, Matt Thomas, mich einlud, in einer seiner Frauenkurse zu assistieren, hatte ich bereits seit ca. 7 Jahren Model Mugging Kurse gegeben.

Dies hatte eigentlich eine Gelegenheit zur Vertiefung meiner Expertise sein sollen – vielmehr verhalf es mir dann aber zu der ernüchternden Erkenntnis, daß ich von dem System, das ich unterrichtete, tatsächlich nicht allzu viel Ahnung hatte. Nachdem ich dann bei Matt Thomas direkt gelernt hatte, nahmen wir einige wichtige forschungsbasierte, kampfwissenschaftliche Verbesserung am Programm vor.

Nach mehr als 25 Jahren als Ausbilder ist es absolut erfüllend, zu wissen, tausenden von Menschen zu mehr persönlicher Sicherheit verholfen zu haben. Der größte Lohn für Ausbilder ist die Rückmeldung von Kursabsolventen, wie sich ihr Leben durch den Kurs zum Positiven verändert hat, indem sie durch das Training ihre innere Stärke gefunden haben.

 

Ausbilder-Zertifizierung

Die Ausbilder-Zertifizierung besteht aus drei Phasen:

self-defense instructor certification training

Ausbilderkandidat wehrt Angreifer in Schutzanzug ab.

  1. Bewerbungsprozess
  2. Level 1 Ausbildertraining Grundlagenkurs – Absolvierung des Einsteigerkurses Selbstverteidigung zur gegenseitigen Einschätzung und zum Kennenlernen. Dann Absolvierung des Level 1 Ausbildertrainings. Der nächste Level 1 Grundlagenkurs umfasst 8 ganze Trainingstage und findet statt von (DATUM) bis (DATUM).
  3. Level 2 Ausbildertraining Grundlagenkurs – Der Level 2 Einsteigerkurs Selbstverteidigung umfasst weitere 8 Tage an denen die Ausbilderkandidaten die Dynamics des szenariobasierten Adrenalin-Stresstrainings und den realitätsnahen Einsatz der Ausrüstung im Teilnehmer-Training lernen. Individuelle Optionen können auf Einzelfallbasis besprochen werden.

Wir arbeiten daran, die Kosten für das Ausbildertraining durch Spenden, Zuschüsse und ehrenamtliche Mitarbeiter zu senken. Die Teilnehmer sind verpflichtet, ihr Training unter der Aufsicht eines zertifizierten Ausbilder-Trainers zu absolvieren. Individuell abgestimmtes Ausbildertraining kann im Einzelfall als Option angeboten werden.

Model Mugging ist eins der höchstentwickelten Selbstverteidigungs- und Gewaltpräventionsprogramme weltweit. Das Ausbildertraining nimmt so auch keinen verwässertem Lehrstoff in Kauf, um eine möglichst hohe Zahl an Ausbildern hervorzubringen, die clevere Kampfsport-Techniken beherrschen. Vielmehr bieten wir ein dynamisches Programm, das auf originalen Forschungsquellen basiert, und nicht auf einer Anhäufung nachgemachter Ideen. Als die Entwickler des Originalkonzepts mit dem Angreifer im speziell entwickelten Vollkraft-Schutzanzug weisen wir sorgfältig in das richtige Anlegen und sichere Tragen der Schutzkleidung ein. Jede Übung und jedes Kursthema wird detailliert erläutert und die Ausbilder lernen genau, wie die einzelnen Module ineinandergreifen.

Der erste Schritt hierbei ist der Bewerbungsprozess. Ausbilderkandidaten füllen ein Bewerbungsformular aus und stellen Referenzen zur Verfügung. Das Ausbildertraining-Board lädt dann ausgewählte Kandidaten zum nächsten Ausbilder-Zertifizierungstraining ein.

Nach der Absolvierung der Grundlagenkurse stellt sich besonders dadurch ein Erfolgsgefühl ein, wenn sichtbar wird, wie die Teilnehmer/innen sich von anfänglich ängstlichen und nervösen Mitspielern zum Ende des Kurses hin zu lockeren, selbstsicheren Absolventen entwickelt haben.

Bewerbungsformular für das Ausbilder-Zertifizierungstraining